12. März 2018

Das geheime Lächeln

Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion auf das Gemälde einer jungen Frau stößt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Handelt es sich wirklich um ihre Großmutter Sophie? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930-er Jahre ranken sich wilde Gerüchte. Emilias Mutter aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Porträt nicht mehr los und so folgt sie dessen Spuren in die Provence bis nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist. 

 

"Ein wunderschöner und poetischer Roman von großer Intensität."

 Sophie Bonnet

 

„Eine tolle Familiengeschichte mit dunklem Geheimnis. Spannend erzählt und psychologisch dicht.“

Monika Fuchs, Buchhändlerin Thalia, Hamburg

 

 

„Bettina Storks ist eine wahre Meisterin in der Kunst, spannende Familienromane zu erzählen.“

Delmenhorster Kreisblatt, 26.3.2018

„Bettina Storks erzählt in dem wunderschönen Roman  die Geschichte von Sophie (…) in den 1930er-Jahren in Paris und in der Provence.  Viel Atmosphäre hat das Buch, spannend ist die Geschichte.“  

Julia Gass, Ruhr Nachrichten

 

"Spannender Familienroman! Mit Gefühl und Tiefgang.“

Buchhandlung Volk (Wehr)

 

„Ein echtes Juwel! Unbedingt lesen!“

Monika Schulte, Romanwelten

 

„Das geheime Lächeln“ ist eine wunderbare, aber auch sehr bewegende und ergreifende Geschichte einer Familie – ein absoluter Pageturner.“

Sarah Knorr, Booksarelife

 

 

 


Textauszug aus "Das geheime lächeln"

Prolog

 

Paris, 8. September 1939

 

Paris erwacht.

Während die Stadt ihre Lungen füllt, ist er eingeschlafen. Eben hat er noch geredet. Dann ist er verstummt. Mitten im Satz. Wenn der Morgen naht, bricht der plötzliche Tiefschlaf über ihn herein wie ein immer wiederkehrendes Naturereignis.

Sie zählt seine Atemzüge. Hört sein kräftiges Herz schlagen. Aus den engen Häuserschluchten des Quartier Latin dringt ein Lachen zu ihr hinauf. Der Rhythmus der Schritte auf dem Kopfsteinpflaster verhallt als Echo weit über den Dächern der Stadt. Die Silhouette der Schornsteine im Morgengrauen noch schwarz wie ein Scherenschnitt.

Sie kennt den Geruch von Paris an einem wolkenlosen Winterhimmel. Den Duft von Neuschnee auf der Place des Vosges. Blumen im Jardin du Luxembourg, die nach einer kühlen Frühlingsnacht ihre Knospen öffnen. Das Jubeln der Kinder an einem Sommertag. Das Herbstlaub in betörenden Farben.

Vorsichtig schiebt sie die Bettdecke zur Seite. Mit den Fingerspitzen tastet sie die Bettkante ab und schleicht nach nebenan in die verwinkelte Küche unter dem Dachgiebel. Hier sind die schrägen Wände kaum höher als sie. Der Boden knarzt. Seit Jahren nagen die Holzwürmer an dem alten Bauwerk. Man kann sie nicht sehen. Aber sie sind da.

Sie lehnt ihre Stirn an das kühle Fensterglas und sieht hinunter auf die Straße. Der Regen hat nachgelassen. Die Laternen werfen ihr mattes Licht auf den glänzenden Asphalt.

Wie im Glücksrausch scheint die Zeit vergangen, seit sie einander begegnet sind. Ein Jahr. Eine Woche. Eine Stunde. Eine Nacht. Ein vorbeiziehender Vogelschwarm.

Manchmal hat sie jedes Zeitgefühl verloren. Nur der Klang vertrauter Geräusche, der Duft bekannter Farbessenzen geben ihr Sicherheit. Das klare Licht des Nordens. Und sein Blick.

Die Wölbung deiner Augen umkreist mein Herz.

Wenn man das Unausweichliche akzeptiert, wird es leichter. Unten an der Ecke zur Rue de Seine läuft ein Pärchen Schlangenlinien. Eng umschlungen verschwindet es in der Nische - genau dort, wo ein Löwenkopf über dem Eingang wacht.

Nebenan wartet das kleine Concierge-Häuschen auf Madame Tourage. Tagein, tagaus führt sie hinter einer winzigen aufziehbaren Glaswand ein strenges Regiment und verwehrt Eindringlingen den Zutritt.

Hand in Hand schlüpft das Paar wieder hinaus auf die Straße und geht weiter, bis es die Dämmerung verschluckt. Die menschenleere Stadt beherbergt eine gespenstische Stille. 

Ein Lichterkranz der Zeit.

Sie drückt ihre glühende Wange gegen die kühle Fensterscheibe. Vom ersten Augenblick an liebte sie diesen magischen Pariser Morgen zwischen vier und fünf Uhr. Lange, bevor sie wusste, dass er existierte.

Es gibt Tage, an denen sie sich darüber wundert, dass die Sonne jeden Morgen von Neuem aufgeht. Hinter der Kathedrale Notre-Dame.

Es gibt Tage, da traut sie ihren Augen nicht. Könnte sie doch die Wirklichkeit messen, einen Beweis für ihren Platz in der Welt finden. Eine Landkarte mit verlässlichen Routen zu ihrem Ich.

Leise geht sie zurück ins Bett und schiebt ihre kalten Füße unter die Decke. Er flüstert ihren Namen. Sie liebt es, von ihm beim Namen genannt zu werden. Sie wird ihm alles sagen. Heute Abend. Morgen vielleicht. Später. Nicht jetzt. 

Gleich wird es vorbei sein.

Er wird aufstehen und sich umsehen, auf einem Bein hüpfend in die Hosen steigen, fluchend die alten Zeitungen zerknüllen, danach Kohlen in den Schlund des Ofens schieben, und sich die Hände reiben, während die düsteren Nachrichten von gestern Feuer fangen. Schwarzer Rauch wird über den Dächern der Stadt aufziehen, bis ihn der Wind am Horizont verwischt. 

Kurz bevor er in den kalten Morgen hinausgeht, wird er, mit hochgezogenem Kragen, einen letzten Blick auf das Bett werfen. Wie ein Sünder, der seine Schuld flüchtig streift. 

Verlangen vergeht, wenn man nicht zurücksieht. 

Sie wird es ihm leicht machen und die Augen geschlossen halten. Tun, als schliefe sie.Hinter ihm wird die Tür ins Schloss fallen. Aus den Häuserschluchten wird das Klacken sich entfernender Schritte zu hören sein.

Sie wartet bis auch der letzte Ton in ihrem Herzen verklingt.

Nur ein Traum?

Auf den Schornsteinen gegenüber versammeln sich die Vögel wie Vorboten einer dunklen Zeit. Sie gleiten durch die Lüfte, landen auf den nahegelegenen Giebeln in der Rue de Seine, legen ihre Flügel an, recken ihre Hälse und warten. Der erste hebt ab. Die anderen folgen. Weithin sind ihre Rufe zu hören. Gemeinsam bilden sie eine Formation am Himmel wie eine gesprenkelte Amöbe.

Dann ist es so still, als hätte selbst der letzte Vogel die Stadt verlassen. 

 

2015

die stimmen über dem meer

Das Land am Ende der Welt - so bezeichnen die Bretonen ihre Heimat. Hier haben es Fremde nicht leicht, auch wenn sie wie Morgane eine bretonische Mutter und neuerdings ein überschuldetes Häuschen an der Küste haben - schrullige Mitbewohnerin inklusive. Doch Morgane spürt ganz deutlich: Die quälenden  Fragen seit dem tödlichen Unfall ihrer Mutter werden sich nur hier beantworten lassen und mit ihrem halben bretonischen Herz gehört sie ohnehin hierher ins Finstère. Sie findet Freunde und verliert eine Liebe. Sie sucht Antworten und droht den Glauben an ihren Traum zu verlieren. Was hat es mit dem mürrischen Armel, einem früheren Freund der Mutter, auf sich? Was verheimlicht er Morgane? Sie gibt nicht auf und wird am Ende belohnt.  

 

"Ein Buch mit Gefühl und Leidenschaft zur bretonischen Landschaft. Eine Reise in die Vergangenheit, eine Ankunft im Jetzt und eine Hoffnung für die Zukunft. Ich habe mich in dieses Buch regelrecht verliebt."

 

Eine Amazon-Leserin

 

 

 


2014 - das Debüt

Das haus am Himmelsrand

Ein Haus, das zwei Familien für immer verbinden wird. Ein Haus, dessen Keller bis in die dunkelsten menschlichen Abgründe reicht - und dessen Bibel bis an den Rand des Himmels. Die Geschichte von Lizzy Banner und dem Gut "Rosshimmel" beweist, dass es nie falsch ist zu kämpfen: für seine Überzeugungen, für sie Moral und für die Liebe.

 

 

"Voller Spannung und Emotionen. Bettina Storks' Roman ist ein echter Pageturner." 

 

Corina Bomann


2. Juli 2018 veröffentlicht unter

MEINEM FRANZÖSISCHEN PSEUDONYM ÉLAINE BRIAG

Mein Sommer mit mémé

Großmutters Château im Burgund zu renovieren passt überhaupt nicht in die Pläne der jungen Antiquitätenhändlerin Paula. Denn sie wollte sich in Paris mit ihrem Verlobten treffen. Aber Großmutter, Mémé genannt, setzt die liebevollen Daumenzwingen an und versammelt nach langer Zeit wieder die ganze Familie an einen Tisch. Zwischen köstlichem Essen, Familienzwist und einigen Gläsern Wein findet Paula heraus, welches Geheimnis Mémé verbirgt - und was wirklich im Leben zählt. 

 

"Ein Familienroman mit Herz und Humor, so erfrischend wie ein Urlaubstag in Frankreich."

 

Happy End Bücher